Strumpfmagazin


Netz geht immer. Leopardenmuster und Animalprints auch, aber besonders „Leo“ wird nächstes Jahr noch stärker gefragt sein. Die Rede ist von Strümpfen und der Prognose von Zeina Schneider – und sie muss es wissen, denn sie ist die Geschäftsführerin des Aachener Strumpfmagazins gegenüber dem Elisenbrunnen.


Das Fachgeschäft mit dem Retro-Schriftzug über dem Eingang wurde bereits 1952 gegründet und seitdem findet man in dem schmalen Ladenlokal eine verblüffend große Auswahl an klassischen und modischen Strümpfen, Socken, Kleidung und Accessoires. 2016 hat Zeina Schneider das Strumpfmagazin übernommen und führt es mit Leidenschaft und Herzblut. Die gebürtige Libanesin mit portugiesischen und französischen Wurzeln ist eine aparte Erscheinung mit einem charmanten Akzent und viel Lebenserfahrung.


Nach Aachen der Liebe wegen

Nach dem Modedesign-Studium in New York zog es Zeina Schneider nach Italien, Spanien und in den Libanon, ihren Mann lernte sie aber in Deutschland kennen und zog Anfang der 90er Jahre für ihn nach Aachen. Da ihr amerikanischer Studienabschluss hier nicht anerkannt wurde, arbeitete sie erfolgreich als Dekorateurin, bis ihre Freundin – die damalige Geschäftsführerin des Strumpfmagazins – sie fragte, ob sie sich vorstellen könnte das Geschäft weiter zu führen. Zwei Monate lang beobachtete sie den Betrieb, ehe sie zusagte. Vieles ist unter ihrer Führung gleich geblieben, etwa die vielen Schubladen und ausziehbaren Stangen mit den zahllosen verschiedenen Strumpfmodellen: Glitzersocken, verführerische Netzstrümpfe, flippig-bunte Kniestrümpfe oder kuschelige Bettsöckchen. „Die Leute sind immer baff wegen der großen Auswahl“.


Anprobe am Kunstbein

Neu war hingegen Zeina Schneiders Idee, Strumpfhosen erst zu verkaufen, nachdem die Kundin an einem Kunstbein sehen konnte, wie Muster und Struktur angezogen wirken. Denn das kann man den Strümpfen in der Verpackung oft nicht ansehen. Dieser Service, aber auch die persönliche und kenntnisreiche Beratung ließ die Kundenzahl schnell in die Höhe schnellen. „Ich bin eine mutige Frau“, so Zeina Schneider. Sie hat den Ehrgeiz, der Mode immer ein Stück voraus zu sein. Andererseits bietet sie immer noch die Reparatur von Laufmaschen an, die eine alte Dame beherrscht – wo sonst findet man das noch? Und natürlich dekoriert sie die beiden großen Schaufenster selbst, manchmal auch mit Fundstücken von ihren Waldspaziergängen.


Kleiner Laden, große Auswahl

Im Strumpfmagazin finden die vielen Stammkundinnen, aber auch andere Besucher und Touristen eine riesige Auswahl bekannter Marken wie etwa Elbeo, Falke, Hudson, Oroblu, Kunert oder Burlington, außerdem lässige, hochwertige Freizeitkleidung von American Vintage, Wolford oder DEHA, bekannt aus der Yoga- und Ballettszene. Dazu kommen ausgesuchte Ergänzungen fürs Outfit wie Nagellack oder Hausschuhe. Ein Bestseller ist der weiße Blusenbody von Wolford, den Zeina Schneider selbst trägt. „Den kann ich gar nicht oft genug nachbestellen,“ erzählt sie.
Zum Strumpfmagazin kommen ganz junge Frauen auf der Suche nach den angesagtesten Sneakersöckchen, Männer, die für lange Flüge Kniestrümpfe mit Stützfunktion suchen, eine Nonne, die ein besonders blickdichtes Modell wünscht oder eine Dame mit Übergröße. Und sie alle finden, was sie gesucht haben – und oft noch das ein oder andere Paar Socken mit Glitzer oder Leopardenmuster …


(Fotos: Einkaufen in Aachen/Marie-Luise Manthei)


STRUMPFMAGAZIN KUNERT

Friedrich-Wilhelm-Platz 7
52062 Aachen

Telefon: +49-(0)241-32263


Öffnungszeiten
Mo bis Fr: 09.30 bis 19.00 Uhr
Sa: 09.30 bis 18.00 Uhr

 

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