BLÜTEZEIT

„Nach Amaryllis freut man sich auf die Tulpen.“ Floristin Claudia Ratajczak kann jeder Saison etwas abgewinnen – nur rote Rosen sind nicht so ganz ihr Ding.

„Am Fischmarkt, Ecke Annastrasse, fällt ein wunderschönes Jugendstilhaus ins Auge. Hier hat sich Claudia Ratajczak einen Traum erfüllt und im April 2015 ihren eigenen Blumenladen eröffnet: „Blütezeit“. „Hier kann ich mich ausleben, hier kann ich in Frieden arbeiten,“ so die Floristin.
Ihre Lehre zur Floristin in Baesweiler hat sie als sehr schön in Erinnerung, trotzdem machte sie anschließend noch eine Ausbildung zur Informatikkauffrau. Nach einer längeren Familienphase kehrte die Mutter zweier Söhne dann buchstäblich zurück zu ihren Wurzeln und beschloss, ein eigenes Blumengeschäft zu eröffnen. Sie mietete den Laden am Fischmarkt an, der früher schon mal einen Blumenladen beherbergte. „Ich war ein bisschen blauäugig,“ gibt sie zu, trotzdem schaffte sie es. Inzwischen hat sie sich zusammen mit ihren vier Kolleginnen einen ganz eigenen Kundenstamm erarbeitet. „Ich kann mir keinen schöneren Platz als die Annastrasse vorstellen,“ schwärmt sie, auch wenn in dem Haus von 1888 kein Platz für einen richtigen Lagerraum ist. Wie bekannt sie hier ist merkt man daran, wie oft Leute sie während des Gesprächs im Vorbeigehen freundlich grüßen.


Alles kommt wieder, auch der Gummibaum.

Das Geschäft ist liebevoll dekoriert, hier gibt es Außenblumen, Schnittblumen, Töpfe, Kranzgebinde, Vasen, Windlichter, Keramik, Körbe und Dekoartikel. Natürlich bietet Claudia Ratajczak auch individuelle Gebinde für Hochzeiten, Geburtstage und andere Anlässe an. „Trend ist zur Zeit alles aus den 60er und 70er Jahren, alles kommt zurück, etwa Monstera, Philodendron oder der Gummibaum,“ beobachtet sie. Es geht hin zu mehr Grün, aber auch Trockenkränze sind wieder gefragt.
Dreimal wöchentlich kauft sie auf dem Großmarkt ein, was ihr gefällt. Ihren Stil bezeichnet sie als einen Mix aus Landhausstil und Inspirationen durch Zeitschriften oder das Internet. Sträuße mag sie locker-wiesig und bevorzugt saisonale Freilandblumen. „Es darf auch mal nicht passen,“ lächelt sie. Vergeblich sucht man in der „Blütezeit“ allerdings Seidenblumen oder künstlich gefärbte Blüten.


„Am Valentinstag kommen viele nette Herren“

In der Coronazeit hat sie eine besondere Lust auf Blumen, auf etwas Schönes beobachtet. Auch der Lieferservice kam während dessen besonders gut an, denn gegen einen kleinen Aufpreis wird die bunte Ware auch bis nach Hause gebracht. Viele treue Kunden haben sie durch Online-Bestellungen unterstützt. Überhaupt – sie mag ihre Kundschaft. „Der Valentinstag ist einer meiner Lieblingstage, da kommen viele sehr nette Herren, die ganz liebevoll Blumen für die Angebetete aussuchen.“
Als ausgebildete Floristinnen legen Claudia Ratajczak und ihr Team großen Wert auf individuelle und kompetente Beratung. So empfiehlt sie, täglich das Wasser zu wechseln um Schnittblumen frisch zu halten, das sei effektiver als der Inhalt der kleinen Tütchen, die es oft zu Sträußen dazu gibt. „Topfpflanzen werden oft zu viel gegossen, sie vertragen aber überhaupt keine Staunässe.“


(Fotos: Einkaufen in Aachen/Marie-Luise Manthei)


Blütezeit

Fischmarkt 4
5, 2062 Aachen

Telefon:+49-(0)241-997 906 20
info@bluetezeit-aachen.de

www.bluetezeit-aachen.de


 

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo bis Fr: 9 bis 18.30 uhr
Sa: 9 bis 16 Uhr

 

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